Nachbearbeitung im
Laser Powder bed Fusion

Präzision im Detail. Qualität im Ergebnis

Die Nachbearbeitung im 3D-Metalldruck ist ein unverzichtbarer Schritt auf dem Weg vom rohen Bauteil zur einsatzbereiten Präzisionskomponente. Beim Laser Powder Bed Fusion (LPBF)-Verfahren entstehen Bauteile schichtweise aus Metallpulver – erst durch gezielte Nachbearbeitungsschritte wie Entpulvern, Wärmebehandlung, Oberflächenveredelung und Präzisionsbearbeitung erreichen sie die geforderten mechanischen Eigenschaften, Maßhaltigkeit und Oberflächenqualität. Bei Korevo Additive verbinden wir jahrelange Erfahrung in der additiven Fertigung mit modernsten Verfahren, um aus jedem 3D-gedruckten Metallteil ein Bauteil zu machen, das höchsten industriellen Ansprüchen genügt. Im Folgenden zeigen wir die fünf zentralen Prozessschritte, die für eine zuverlässige Nachbearbeitung im 3D-Metalldruck notwendig sind.

Notwendige Nachbearbeitung

Diese Prozessschritte sind unmittelbar mit dem LPBF-Fertigungsverfahren verbunden und erforderlich, um das Bauteil aus dem Bauprozess in einen weiterverarbeitbaren Zustand zu überführen

Entpulvern

Entfernen von losem Pulver aus dem Bauteil und von der Bauplattform. 

Erfolgt manuell oder automatisiert mittels Absaugen, Abblasen und/oder Siebanlage.

Spannungsarmglühen (optional vor dem Trennen)

Reduziert Eigenspannungen und minimiert Verzug beim Abtrennen des Bauteils von der Bauplatte.

Empfohlene Temperatur und Haltezeit sind werkstoff- und bauteilabhängig.

Trennen von der Bauplatte

Abtrennen des Bauteils von der Bauplatte durch Sägen oder Drahterodieren.

Die Wahl des Verfahrens hängt von Geometrie, Material und Präzision ab. 

Entfernen von Stützstrukturen

Entfernen der Stützstrukturen mechanisch, thermisch oder durch Zerspanung. 

Anschließende Kontrolle der Kontaktstellen und Oberflächen. 

Grundreinigung

Reinigen des Bauteils zur Entfernung von Rückständen, Feinstaub und Prozessmitteln. 

Wichtig für nachfolgende Prozesse und für die Bauteilqualität.

Ab hier entscheidet die Anwendung

Welche weiteren Prozessschritte erforderlich oder sinnvoll sind, hängt von Werkstoff, Geometrie, Toleranzen, Oberflächenanforderungen und dem späteren Einsatzgebiet ab.

Ziel der optionalen Nachbearbeitung ist es, Bauteileigenschaften gezielt zu optimieren, Dazu gehörten u. a. Maßhaltigkeit, Oberflächengüte, mehanische Eigenschaften, Sauberkeit, Korrosionsbeständigkeit und optische Anforderungen. 

Optionale Nachbearbeitung

Einsatzabhängig und an Ihre Anforderungen angepasst.

Maßhaltigkeit & Geometrie

Für enge Toleranzen, definierte Funktionsflächen oder Passungen. Durch spanende Bearbeitung werden maßliche Genauigkeit und Oberflächenqualität gezielt verbessert.

Oberfläche

Zur Reduzierung der Rauheit, für bessere Optik, verbesserte Haptik und zur Vorbereitung für Beschichtungen oder funktionale Oberflächen.

Werkstoffeigenschaften

Wärmebehandlungen stellen definierte mechanische Eigenschaften ein und reduzieren Restspannungen. HIP kann die Dichte erhöhen und innere Porositäten schließen.

Sauberkeit & Funktion

Entfernt Pulverreste, Partikel und Verunreinigungen sowohl von Außenflächen als auch aus komplexen inneren Strukturen und Kanälen.

Beschichtung & Oberflächenfunktionalisierung

Verbessert Korrosionsbeständigkeit, Verschleißfestigkeit, elektrische Eigenschaften oder Optik – abhängig von Werkstoff und Einsatzgebiet.

Welche Nachbearbeitung für welche Anforderung?

Anforderung

Ziel

Typische Nachbearbeitung

Enge Maßtoleranzen

Genau definierte Maße und Passungen

CNC-Bearbeitung, Schleifen, Reiben, Drahterodiern

Geringe Rauheit

Reduzierte Oberflächenrauheit (Ra-Wert)

Strahlen, Gleitschleifen, Polieren, Elektropolieren

Hochwertige Sichtflächen

Hohe optische Qualität, gleichmäßige Oberfläche

Schleifen, Polieren, Elektropolieren

Verbesserte Ermüdungsfestigkeit

Erhöhung der Dauerfestigkeit

Oberflächenbearbeitung, Wärmebehandlung, HIP

Definierte Härte

Gezielte Einstellung der Härte

Werkstoffspezifische Wärmebehandlung

Hohe Dichte / Kritische Anwendungen

Reduzierung innerer Porosität

Heißisostatisches Pressen (HIP)

Präzise Bohrungen

Runde, maßhaltige Bohrungen

Bohren, Reiben

Funktionsflächen

Ebene, winklige oder komplexe Funktionsflächen

CNC-Fräsen, Schleifen

Korrosionsbeständigkeit

Schutz vor Korrosion und Oxidation

Passiviern, Beschichten, Eloxieren

Hinweis

Die Auswahl und Reihenfolge der Nachbearbeitungsschritte wird individuell auf Ihr Bauteil und Ihre Anforderung abgestimmt. 

Nicht jeder Schritt ist für jedes Bauteil notwendig – wir wählen den effizienten Weg zur besten Ergebnisqualität. 

Eine durchdachte Nachbearbeitung ist der Schlüssel zur maximalen Leistungsfähigkeit Ihrer LPBF-Bauteile. Wir beraten Sie gerne zur optimalen Prozesskette für Ihr Bauteil und Ihre Anforderungen.